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Sedimentmanagement

Die Flussgebietseinheit Elbe hat im Rahmen der Erstellung des ersten und zweiten Bewirtschaftungszyklus wichtige Wasserbewirtschaftungsfragen für das Einzugsgebiet der Elbe identifiziert, für die länderübergreifend abgestimmte Bewirtschaftungsansätze formuliert wurden.

Sedimentmanagementkonzept für die Flussgebietseinheit Elbe

Eine dieser wichtigen Bewirtschaftungsfragen stellt die Belastung durch Schadstoffeinträge dar. Die Flussgebietsgemeinschaft Elbe erkannte bereits im Bewirtschaftungsplan 2009 für den deutschen Teil der Flussgebietseinheit Elbe an, dass „eine Zielerreichung für den Belastungsschwerpunkt Schadstoffe […] ohne eine Lösung der partikulären Schadstoffproblematik im Flussgebiet der Elbe nicht denkbar“ (FGG Elbe 2009) ist.

Der feststoffgebundene Schadstofftransport ist u. a. dafür verantwortlich, dass derzeit im Elbeeinzugsgebiet der gute chemische Zustand nach Wasserrahmenrichtlinie sowie in der Nordsee der gute Umweltzustand nach Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie verfehlt wird.

Als fachliche Grundlage für die Maßnahmenplanung innerhalb der Flussgebietseinheit Elbe behandelt das nationale Sedimentmanagementkonzept der Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) bzw. internationale Sedimentmanagementkonzept der Internationalen Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) überregionale Fragestellungen, die von der partikulären Schadstoffbelastung und den Defiziten im Sedimenthaushalt der Elbe und ihrer relevanten Nebenflüsse ausgehen.

Es werden teileinzugsgebietsscharf relevante Quelltypen und -regionen erfasst sowie Handlungsempfehlungen zur Verringerung der stofflichen Sedimentbelastung und zur Herstellung eines ausgeglichenen Sedimenthaushalts genannt.

Das Sedimentmanagementkonzept verfolgt einen integralen Ansatz, d. h. es kombiniert quantitative, qualitative und hydromorphologische Sedimentaspekte und berücksichtigt umwelt- und nutzungsbezogene Belange (Ökosystemleistungen, Schifffahrt, Fischerei, Landwirtschaft etc.).


Sedimentmanagement im Bereich der Tideelbe

Zur Erreichung eines ausgeglichenen Sedimenthaushaltes müssen u. a. bestehende Baggerkreisläufe durchbrochen werden. Dazu kann es sinnvoll sein, zeitweise Sedimente deutlich stromab zu verbringen. Hierbei sind wegen vielfältiger Nutzungen und gewässer- sowie naturschutzrechtlicher Anforderungen (z. B. Schutzgebiete) Interessenkonflikte auszugleichen, insbesondere da mit dieser ggf. weiträumigeren Verbringung auch eine entsprechende, gegenüber dem natürlichen Transport anthropogen bedingte, beschleunigte Verbringung von Schadstoffen verbunden wäre.

Nachhaltiges Ziel ist ein flexibles, adaptives Sedimentmanagement. Unterschiedliche Verbringbereiche sollen nach festzulegenden Kriterien insbesondere in Abhängigkeit vom Oberwasser (flexibel) beschickt werden. Das Vorgehen soll durch ein angemessenes Monitoring begleitet werden, so dass ggf. erforderliche Anpassungen vorgenommen werden können, um die unterschiedlichen Zielstellungen erfüllen zu können (adaptiv).

Strombau- und Sedimentmanagementkonzept für die Tideelbe

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Hamburg Port Authority unterhalten die Tideelbe für die Schifffahrt. Gemeinsam tragen sie Verantwortung ein funktionierendes Strombau- und Sedimentmanagement innerhalb der Tideelbe. Aus diesem Grund haben sie ein zuständigkeitsübergreifendes Konzept erarbeitet, welches Handlungsalternativen abwägt und Umsetzungsschritte aufzeigt.

Link zu pdf-Datei: BIS-Elbe-Sedimentstudien-Zusammenfassung

Strombau- und Sedimentmanagementkonzept für die Tideelbe (pdf-Datei, 0,6 MB)

Systemstudien für die Tideelbe

Speziell im Hinblick auf den Umgang mit Baggergut im gesamten Tidebereich hat die Bundesanstalt für Gewässerkunde im Auftrag vom Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg und der Hamburg Port Authority die Systemstudie „Untersuchungen zum Umlagern von Sedimenten im Küstenbereich (Systemstudie I, 2008)“ und die erweiterte Systemstudie „Sedimentmanagement Tideelbe – Strategien und Potentiale (Systemstudie II, 2014)“ erarbeitet.


Angestrebt wird ein möglichst ausgeglichener Feinsedimenthaushalt im Ästuar, so dass es weder zu einer übermäßigen Anreicherung noch Ausräumung von Feinsediment kommt. Maxime bei der Sicherung der erforderlichen Wassertiefen sind möglichst geringe (Gesamt-)Baggermengen und die Minimierung der medienübergreifenden Umweltauswirkungen sowie der Kosten.